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Vita Ramses III. - Es gab eine Zeit, da galt dieser Name als Furcht einflößend, machtvoll, politisch. Heute, ca. 2000 Jahre später, steht er für einen charismatischen, ursprünglichen und begeisterungsfähigen Musiker und Liedermacher aus München/Bayern. Der Sohn eines Münchner Fabrikanten trug seinen Künstlernamen, der ihm heute so verblüffend zu Gesicht steht, schon als Kind - Ramses III. war damals noch ein Spitzname. Er entstand, als er als 10jähriger ein Gedicht rezitierte. Fortan war er für jedermann der Ramses. Die "III" bezeichnet die Anzahl der Gitarrengriffe, die er bis dato beherrschte. Mit 8 Jahren lernte er Akkordeon. „Des war nix für mi’ sagte er, der Ramses. Mit 17 bekam er sie erste Gitarre, die zu spielen er sich selbst beibrachte und aus den Schuhen der Drei-Griffe-Klampfenzupferei bald hinausgewachsen war. Es war nicht geplant, eine Musikerkarriere zu machen. Allein seine Liebe für die Musik hat dies erreicht. Und ein wenig auch der Zufall; sollte es den geben. Denn sein Talent zum Liedermachen entdeckte er, als er Willy Michl hörte, der damals im „Schwabinger Spektrum" mit Sigi Schwab auftrat und wo Ramses Geschäftsführer war. Aus „Protestgründen" schrieb er sein erstes Lied. „Ich wusste nicht, dass ich so etwas kann. Dann aber dachte ich, wenn ein Lied geht, dann gehen auch noch mehr." Sagt er bestimmt. Und so war es. Ramses Liedkompositionen umfassen ca. 80 Stücke. Sie reichen von Blues über Folk bis zu "Ähnlichkeiten bayerischer Volksmusik". Sie erzählen von Liebe, Leben, Schicksal. Humorig, frech und unverblümt - und Tiefe findet man in seinen Werken, sowie Gesellschaftskritisches. Seine Freiheitsliebe drückt sich in seiner musikalischen Vielseitigkeit aus. Ja. Freiheit. Das spürt man in seinen Liedern; ein Münchner Lebensgefühl mit einer Brise Englischer Garten, Biergartenluft und kosmopolitische Crossover Mentalität schwingt da herüber und erreicht einen ganz ohne Umschweife direkt im Herzen. Simbadisch, sog i. Als Stammgast in Walter Novaks "Schwabinger Brettl", das sich seit den 60er Jahren zu einem Kleinkunst-Dorado im Münchner Künstlerviertel entwickelt hat, begann dann eine bis heute anhaltende Karriere als Liedermacher. Als Zugpferd Nummer 1 gab er im "Brettl" ungezählte Live-Performances, bei denen Ramses III. seine Eigenkompositionen, sowie Bekanntes und weniger Bekanntes aus dem Blues und Jazzgenre zum Besten gab. Das ließ nicht einmal Hollywood kalt: Begeisterten Applaus gab es von Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Sandy Dennis ("Wer hat Angst vor Virginia Wolf"). Obwohl das „Brettl“ ein recht unspektakulärer Platz war, wurde es doch über die Jahre von viel Prominenz aus der internationalen Film- und Musikszene frequentiert. Seit der Schließung des Schwabinger Brettls singt und spielt Ramses III. sehr erfolgreich im Live-Music Club „Alfonso's“ Blues und Rock und sein eigenes musikalisches Material. Im Verlauf der Jahre, hat sich RAMSES III. auch in andere Richtungen orientiert. So gründete er erst 2003 die Band Münchner Gaudihamma, speziell um im Ausland auf bayrischen Veranstaltungen aufzutreten. So zum Beispiel in Huntington Beach, Kalifornien zum örtlichen Oktoberfest, oder im Hofbräuhaus Las Vegas. Man kann den Künstler, der sich als letzten Schwabinger bezeichnet, auf nationalen und internationalen Kleinkunstbühnen, Live-Music Clubs, Kulturveranstaltungen und Stadtfesten sehen und hören, solo oder auch mit diversen Größen der Szene im Duett, wie Hans Peter Krohn, Didi Stupkan, Hans Ochs, Nick Woodland, Barny Murphy und andere. Es gibt zwei CD-Produktionen: "I woit amoi a Liad schreim" und "Der Münchner Himmel". Compilations: Münchner Stadtteil CD Persönlicher Hintergrund:
Ramses III. besuchte die Oberreal Schule, lernte Sprachen und absolvierte die Handelsschule. Auslandsaufenthalte führten ihn nach England, USA und die Bahamas, nach Bali und den Nahen Osten sowie in das europäische Ausland. Das väterliche Unternehmen lag ihm nicht. Er betrieb 17 Jahre lang diverse gastronomische Unternehmen in beinahe sämtlichen Bereichen. Nach eigenem Bemerken ist er recht vergnügungslustig und nach Aussagen seiner Freunde "der geborene Gastgeber".
Text: T.Ahmed, W.Kramer |